Über Christiansø
Die Erbseninseln liegen verlockend am Horizont nordöstlich von Bornholm. Die Inselgruppe besteht aus zwei bewohnten Inseln, Christiansø und Frederiksø, sowie dem Vogelschutzgebiet Græsholmen und einer Reihe größerer und kleinerer Schären.
Von einer Ansammlung öder Felsen, die aus dem Meer ragten, haben sich die Inseln zu einem begehrten Ausflugsziel für Touristen entwickelt.
Alles begann 1684, als Christian V. (1670 - 1699) beschloss, dass eine Verteidigungsanlage für die Schiffe der Flotte in der Ostsee gebaut werden sollte. Nach dem Frieden von Roskilde 1658 hatte Dänemark Skåne, Halland und Blekinge verloren, daher war es notwendig, die Bewegungen der schwedischen Flotte in der Ostsee zu kontrollieren. Auf den Erbseninseln gab es einen Naturhafen zwischen zwei der Inseln. Hier baute man die Festung Christiansø, die weltweit erste Flottenbasis. Zuerst wurden die beiden charakteristischen Türme, der St. Turm auf Christiansø und der Lilletårn auf Frederiksø, errichtet.
Auf beiden Inseln wurden Bastionen und Ringmauern zum offenen Meer hin gebaut. Gut geschützt dahinter liegen die vielen anderen Gebäude der Festung. Ein beeindruckendes Bauwerk, an dem während der gesamten Festungszeit gearbeitet wurde. Im Hafen konnten die Schiffe der dänischen Flotte Schutz suchen, Wasser und Proviant aufnehmen sowie Schäden während ihrer Fahrten in der Ostsee reparieren lassen.
In der historischen Kulisse existiert heute eine gut funktionierende kleine zivile Gemeinschaft mit ca. 95 Bewohnern. Auf Christiansø gibt es zum Beispiel eine Schule, eine Kirche, einen Leuchtturm, ein Postamt, eine Bibliothek, ein Gemeindehaus, ein Museum, einen Zeltplatz, einen Kaufmann und ein Gasthaus. Die Insel verfügt über eine eigene Feuerwehr und Rettungsdienst, Strom- und Wasserversorgung.

